Kategorie: Essen und Trinken 29.12.2010 12:47

Paella – ein katalanisches Nationalgericht


Paella ist das Gericht, welches jeder sofort mit Spanien verbindet und fast jeder Spanienurlauber ist sie mindestens einmal während seines Urlaubs auf dem Festland oder auf Mallorca.

Geschichte der Paella:
Ursprünglich war die Paella, wie so viele andere Gerichte übrigens auch, ein „Armeleute-Essen“. Heute gilt sie, richtig zubereitet natürlich, zu einem durchaus hochwertigen Gericht – allein schon durch die entsprechenden Zutaten. Wer also glaubt, Paella ist gleich Paella, der irrt.

Mittlerweile gibt es sogar richtige Paella-Wettbewerbe. In Porto Christo auf Mallorca findet seit zwei Jahren jährlich am 01. Mai und in Manacor, genauer gesagt in Santa Catalina, seit 17 Jahren immer im November ein solcher Wettbewerb statt und jeder versucht, die beste Paella zuzubereiten, welche dann von einer fachkundigen Jury auserkoren wird. In Manacor treten mitunter bis zu 28 Kochgruppen gegeneinander an und über 750 Besucher wurden schon verzeichnet.

Die „Mutter“ der Paella ist die Paella Valenciana, denn sie hat ihren Ursprung in der katalanischen Stadt Valencia. Bestandteile sind hier, neben dem Reis, flache Bohnenschoten, Butterbohnen, Kaninchen- und Hühnerfleisch, Schnecken und Gewürzen – nicht zuletzt Safran, welcher der Paella seine so typische gelbe Farbe verleiht. Hier ist wichtig, den echten Safran zu verwenden und nicht den oftmals erhältlichen Industrie-Safran.

Die Zubereitung einer „perfekten“ Paella ist nicht so ganz einfach und man muss schon einige wichtige Dinge beachten:

1) Die Wahl des richtigen Olivenöls:
Nicht jedes Olivenöl ist hier geeignet. Ein hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl würde zu schnell verbrennen und daher ist ausnahmsweise das billigere warm gepresste Olivenöl für eine Paella besser, denn es verbrennt wesentlich langsamer.

2) Die richtige Paella-Pfanne:

Hier eignet sich am besten die gute alte gusseiserne Pfanne. Wichtig ist hier, dass der Boden gleichmäßig flach ist, damit die Flüssigkeit nicht zu einer Seite hin abläuft. Zudem kann sich so die bei Paella-Experten geschätzte „socarret“ bilden, eine leicht braune und knusprige Reiskruste am Boden der Pfanne.

3) Der richtige Reis:
Der bei Deutschen so beliebte Langkornreis ist hier eher schlecht geeignet. Ideal ist ein Rundkornreis, der viel Flüssigkeit aufnehmen kann. In Spanien und auf Mallorca werden meist die Sorten „Senia“ oder „Bahia“ verwendet. Besonders gut, aber auch ein wenig teurer, ist die Sorte „Bomba“, welche in der Region Murcia geerntet wird.

4) Reihenfolge der Zutaten:

Das Fleisch sollte immer als erstes angebraten werden, dann folgt der Reis und zum Schluss das Gemüse und ggf. der Fisch. Grundsätzlich gilt, die am längsten garenden Zutaten zuerst und die am schnellsten garenden zuletzt dazugeben.

Viele Familien haben ihre eigene Paella-Rezeptur und halten diese streng geheim. Traditionell wurde das Gericht nur von Männern zubereitet, heute gibt es natürlich auch viele weibliche Paella-Köchinnen, die Ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen.

Nachfolgend finden Sie einige der vielen Variationen mit entsprechendem Rezept zum Nachkochen. Wenn Sie eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus, Villa oder Finca für Ihren nächsten Mallorca-Urlaub gebucht haben, so haben Sie ja auch die Gelegenheit, dieses köstliche Gericht einmal selbst auszuprobieren. Denn, wo sonst bekommt man alle dafür notwendigen Zutaten so frisch und in jedem Supermarkt zu kaufen, als in Mallorca selbst.

Hier einige der bekanntesten Paella-Variationen:
Paella Valenciana
Arroz Negro (Schwarze Paella)
Blinde Paella - Arros de cec
Fideau (Paella mit Glasnudeln oder Spaghetti)
Winter Paella
Paella de Mariscos - Meeresfrüchte Paella
Sauerkraut Paella (wohl eher eine deutsch abgewandelte Version, soll aber sehr lecker sein)