Kategorie: Essen und Trinken 16.01.2013 17:17

Honig aus Mallorca


Die Geschichte des mallorquinischen Honigs

Golden, zähflüssig, nach Blüten duftend und zur Probe bereit: Mallorcas Honig ist auf allen Wochenmärkten der Insel präsent. Meist im Glas. „Tränen eines Gottes“ nannten die Ägypter das süße Produkt, denn sie nutzten es zur Heilung zahlreicher Krankheiten und nicht zuletzt zur Konservierung. Auch die Mallorquiner sind stolz auf das Produkt ihrer Imker und ihrer Bienen, und das gleich zweimal im Jahr, wenn der Honig gesammelt wird. Der „Miel de mayo“ ist der so genannte Maihonig, der hell ist und voller Vitamine steckt. Die nächste „Ernte“ startet im November und bringt einen süßen Brotaufstrich hervor, der weniger aromatisch ist und schneller Kristalle bildet.

Verwedung

Honig ist auf Mallorca weniger ein süßer Belag auf frischen Brötchen oder Baguette. Vielmehr werden die Tränen des Goldes zum Brossat gereicht, einem leckeren Frischkäse der Insel. In Marzipan sowie in Keksen und in der Turron, einer süßen Spezialität vor Weihnachten, versteckt sich das schimmernde Produkt der Insel und verleiht den Leckereien einen feinen Geschmack.

Wen wundert es also, dass dem Honig sein eigenes kleines Fest gewidmet wird. Das findet in Llubi statt und ist ein Honig-Jahrmarkt, der seit langer Zeit Tradition hat. Immerhin blickt das Dorf Llubi auf eine Honigerzeugung bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die kleine „Fira de Sa Mel“, wie sie in der mallorquinischen Sprache genannt wird, versammelt stets im November Liebhaber der goldenen Träne in seiner Mitte.

Eine mallorquinische Verführung ist der Honig allemal. Manche werden aus der „flor de taronger“ gewonnen, der Orangenblüte, andere wieder aus „tausend Blüten“, was auf der Insel bei der üppigen Vegetation kein Problem ist. Mancher Honig wird als ganz besondere Delikatesse verkauft und mit Haselnüssen, Mandeln, Trockenfrüchten verfeinert. Ein wunderbares Mitbringsel ist der „Miel de Mallorca“ im dekorativen Tonkrug.