Kategorie: Essen und Trinken 23.08.2014 16:41

Feigenzeit auf Mallorca


August ist wieder Feigenzeit auf der Baleareninsel  und überall an den Straßenrändern und auf den Feldern sieht man zig Feigenbäume, die oftmals die Früchte kaum tragen können. Man unterscheidet grob zwei Feigenarten, die dunklen violetten Feigen und die grünen Feigen, darunter gibt es dann wiederum diverse Untersorten. Ebenfalls unterscheidet man winterfeste und nicht winterfeste Sorten. Weltweit gibt es über 1.000 Feigensorten von denen jedoch mehr als die Hälfte nicht mehr richtig kultiviert und somit bedroht ist.

Eine auf Mallorca einheimische Feigenart ist der „Col de Dama Rimada“, zu Deutsch der „Damenhals“ – eine sehr süße und über 100 Jahre alte Feigenart mit rosig weichem Fruchtfleisch. Je älter der Baum, desto besser ist die Frucht. Diese Feigenart zählt zu den grünen Feigen, welche in Deutschland eher unbekannt ist, denn in den Supermärkten und auf Bauernmärkten werden vorzugweise die violetten Feigen angeboten.

In jedem Fall ist die Feige eine wunderbare Frucht, die sich zu diverse tollen Leckereien verarbeiten lässt, wie zum Beispiel  Feigen mit Ziegenkäse und Honig, Feigen im Speckmantel, Feigenbrot, Feigen eingelegt in Rum und nicht zuletzt die Feigenmarmelade. Manche machen sogar Feigenschnapps oder Feigen Champagner daraus.

Besonders gut haltbar sind Feigen getrocknet. Der Trockenvorgang ist jedoch etwas aufwendig, da die Früchte richtig gelagert werden müssen, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen und mehrfach gewendet werden müssen. Das ganze Prozedere dauert mehrere Tage, danach werden Sie noch aufbereitet mit Aniskernen, Fenchen und Anisschnaps. Als fertiges Dörrobst kann man die Frucht dann auch im Winter genießen.