Kategorie: Mallorca 20.05.2015 13:56

Mallorcas giftige Tiere


Ein Überblick über die giftigsten Tiere auf Mallorca


Auf Mallorca gibt es einige wenige giftige Tiere, deren Bisse bzw. Stiche zwar sehr schmerzhaft sein können, beim Menschen aber nur in sehr seltenen Fällen eine tödliche Wirkung haben.

Die am häufigsten vorkommenden Gifttiere auf Mallorca sind Leuchtquallen, das Petermännchen und kleinere Skorpionarten. Vor allem die Leuchtqualle scheint sich im Mittelmeer vor Mallorca in den letzten Jahren immer wohler zu fühlen.

Leuchtquallen

Die Leuchtqualle, manchmal auch als Feuerqualle bezeichnet, bevorzugt als Lebensraum warme Meere mit einer Temperatur ab 20 °C, wozu auch das Mittelmeer gehört. Bei der Leuchtqualle besonders problematisch ist das Auftreten in großen Schwärmen, welche sich nicht selten über einen gesamten Küstenabschnitt ausdehnen können, was in den betroffenen Regionen zu Sperrungen von Stränden führt. Den Menschen greift die Leuchtqualle in der Regel zwar nicht bewusst an, jedoch bohren sich die auf den Nesselzellen sitzenden Harpunen der Leuchtqualle auch bei zufälligen Berührungen tief unter die menschliche Haut.

Der Kontakt mit einer Leuchtqualle ist sehr schnerzhaft und führt unmittelbar danach zu Rötungen und Schwellungen. Weitere Folgen können Schwindelgefühle und Kopfschmerzen sein. Als Gegengift wird von einem Arzt eine speziell dosierte Magnesiumsulfatlösung verabreicht.

Petermännchen oder auch Spinnenfisch

Das Petermännchen, auch als Spinnenfisch bekannt, gilt als besonders tückisch, da er ein Meister der Tarnung und daher am Meeresboden nicht zu erkennen ist. Beim Petermännchen handelt es sich um einen Raubfisch, bei welchem kleiner Fische, Krebse und Krabben auf dem Speiseplan stehen.

Der Lebensraum des Petermännchen liegt im südlichen Mittelmeer und im Atlantik vor der afrikanischen Küste. Vereinzelt tritt das Petermaännchen aber auch in den Küstenabschnitten vor Mallorca auf.

Das Petermännchen gräbt sich in den Sand ein und wartet dort auf seine Beute. Dieses Jagdverhalten kann dazu führen, dass ein Mensch auf den Fisch tritt und dabei gestochen wird. Das Gift selbst kann zwar nur in äußerst seltenen Fällen tödlich sein, dennoch kann ein gestochener Taucher oder Schwimmer in Folge des Schmerzschocks ertrinken. Die Haut weist rund um die betroffene Stelle starke Schwellungen, Rötungen und Blasen auf.

Ein Gegengift oder wirklich effektive Medikamente sind bisher nicht bekannt. Als hilfreich gilt das Eintauchen des Fußes in möglichst heißes Wasser. Zur Vorbeugung empfiehlt sich gerade in flachen Küstengewässern das Tragen von Badeschuhen.

Skorpione

Auf Mallorca leben einige Unterarten des Skorpions, welche allerdings selten größer als fünf Zentimeter werden. Zu den bevorzugten Lebensräumen des Skorpions zählen schattige Plätze, z.B. unter Steinen, in Büschen oder halbhohem Gras. Der Stich dieser auf Mallorca vorkommenden Skorpionen ist bezüglich des Schmerzes und der auftretenden Symptome etwa mit einem Bienenstich zu vergleichen. Nach einem Stich hilft Kühlung und das Einreiben mit Salbe, welche auch nach Insektenstichen verwendet wird.

Nordiberische Kreuzotter

Die nordiberische Kreuzotter oder auch Spanische Kreuzotter genannt, ist eine Giftschlange, welche auf dem spanischen Festland vorkommt und auch auf den Balearen und somit auch auf Mallorca. Die Kreuzotter ist für den Menschen nicht ganz ungefährlich und sollte man von ihr gebissen werden, so ist es ratsam sich schnellst möglich in ein Krankenhaus zu begeben oder einen Arzt aufzusuchen.

Kapuzennatter

Auch diese Giftschlange ist auf Mallorca anzutreffen, allerdings eher in ländlichen Gebieten, ebenso wie die Nordiberische Kreuzotter. Die Schlange ist mit 40-50 cm Länger eher klein und da die Giftzähne weit hinten im Mund sitzen kommt es zum Glück sehr selten zu einem giftigen Biss bei Menschen. Die Kapuzenotter ist grau oder braun und hat ein Muster.

Generell ist bei Schlangen immer Vorsicht geboten, da man nie weiss, um welche Art es sich handelt, auch wenn die meisten Schlangenarten auf Mallorca nicht giftig sind.

Mallorca ist also eine Insel mit nur sehr wenigen giftigen Tieren und man braucht sich daher wenig bis keine Sorgen zu machen. Die meisten Tiere sind auch eher in ländlichen Gebieten zu finden und nicht in den Ballungszentren an den Küsten.