Kategorie: Reiseberichte

Kunsthandwerk auf Mallorca - Keramikmalerei


Fincas auf Mallorca

Wir als muntere Gruppe kunsthandwerklich versierter Damen kamen auf der Geburtstagsfeier meiner Freundin Diana auf eine wunderbare Idee: Wir wollten Urlaub machen und uns kunsthandwerklich betätigen. Im letzten Jahr hatten wir gemeinsam einen Töpferkurs gemacht und die Drehscheibe rotieren lassen, nun wollten wir unser Können unter blauem Himmel probieren. Diana bekam als Journalistin mit großer Recherchefähigkeit die Aufgabe, sich nach geeigneter Arbeit am Mittelmeer für uns umzusehen.

Sie brauchte nicht lange, um ans Ziel zu kommen. Sie rief nämlich einfach ihre Freundin Sebastiana an, die auf Mallorca wohnt und dort bei einer Wochenzeitung arbeitet. Sie bot sich an, einen Haufen Teller, Tassen und Schüsseln aus hellem Ton zu besorgen, die nötigen Farben zum Bemalen des Geschirrs und sie würde auch dafür sorgen, dass wir unsere Kunstwerke dann auch einem Ofen brennen können. Wir waren alle begeistert und beschlossen, uns eine rustikale Finca zu mieten. Mit Garten und Pool versteht sich - die Entspannung sollte ja schließlich auch nicht zu kurz kommen. Und natürlich wegen der Erholung und der tollen Landschaft, die uns beim Malen inspirieren sollte.

Fincas auf Mallorca

Eine kleine Finca in S'Arraco, einem kleinen verschlafenen Dörfchen auf Mallorca nahe Puerto de Andratx, war für uns perfekt. So hatten wir es auch nicht weit zum Meer und konnten auch mal abends mit dem Mietwagen an den Hafen von Puerto de Andratx fahren und dort die schöne Atmosphäre genießen. Auf den Internetseiten sah die Finca aus, wie für uns geschaffen. Also haben wir kurzerhand gebucht, überzeugt hat uns nicht zuletzt auch der wunderschöne Garten mit rund 5000 Quadratmetern Vegetation drum herum.

Wir bekamen unsere Urlaubsplanung tatsächlich bei unseren Arbeitgebern unter einen Hut und machten uns im September auf nach Mallorca. Die Finca sah genauso aus wie auf der Bildergalerie, der Hausservice war total nett, die Ausstattung genau richtig und mit den zwei Bädern kamen wir mit fünf Personen bestens aus.

Bucht auf Mallorca



Gleich am nächsten Tag kam Sebastiana, um uns die unbemalten Teller zu bringen. Die Farben dazu waren in Pulverform, aber sie hatte sich in der Keramikwerkstatt schon erkundigt, wie wir damit umzugehen haben. Es war unglaublich, wie wunderschön das Geschirr aussah, als wir es ein paar Tage später dort aus dem Ofen holten. Die Farben glänzten und kamen durch das Brennen noch intensiver heraus.

Wir hatten so viele Stunden mit der Mal-Prozedur verbracht, dass wir nur abends aus dem Haus gingen. Dann zog es uns nach Puerto de Andratx zum Essen, wo wir an der Promenade göttlich speisten. Auch unseren Männern gefiel unser selbstbemaltes Geschirr. Es hat einen Ehrenplatz in unserer weißen Einbauküche. Obwohl ich sagen muss: Nach Mallorca passt es besser, denn es hat irgendwie ein Strahlen wie die Mittelmeersonne.