Kategorie: Mallorca 13.06.2013 14:46

Endlich: Abriss der Ruinen am Strand von Es Trenc


Vielen Urlaubern ist der wunderschöne Sandstrand von Es Trenc bekannt, zum einen wegen seines wunderschönen weißen Sandes und des türkisfarbenen Wassers, zum anderen wegen seiner FKK-Abschnitte. In den Sommermonaten ist der Strand insbesondere rund um die Strandbars immer stark frequentiert und sonnenhungrige liegen hier oftmals dicht an dicht.

Seit nunmehr 20 Jahren ärgern sich Naturschützer, Urlauber und Anwohner gleichermaßen über die in Ses Covetes am Strandeingang befindlichen Ruinen, welche von Deutschen Bauherren seinerzeit illegal gebaut wurden. Der Bau von 69 Appartments, welche hier errichtet werden sollen, wurden 1994 gerichtlich gestoppt und die schon halb fertigen Bauten einfach stehen gelassen, da niemand für die Abrisskosten aufkommen wollte. Seitdem stehen sie als Schandflecke in der Natur und trüben das Bild des sonst so schönen Naturstrandes.

Doch nach Jahren des Streites wurde der Abriss nun gerichtlich durchgesetzt und im März begannen die Abrissarbeiten der Ruinen, die innerhalb von 2 Monaten abgeschlossen sein sollen. Das Gelände soll dann wieder vollständig renaturiert werden. Besonders erfreut über diese Entscheidung ist der Besitzer der Bar „El ultimo paradiso“, dessen Ausblick auf das Meer bislang von den hässlichen Bauruinen getrübt wurde. Nun haben die Gäste seiner Terrasse wieder einen herrlichen Blick auf das offene Meer bis zur Insel Cabrera und Colonia Sant Jordi.

Rund 450.000 Euro kostet der Abriss der Ruinen. Den Großteil der Kosten übernimmt die Balearenregierung, 25% jedoch muss die Gemeinde Campos aufbringen, da sie damals den illegalen Bau genehmigt hat. Am 02. April 2013 wurden dann endlich mit den Abrissarbeiten begonnen. Der Betonschutt wurde teils zum Auffüllen der Baugruben verwendet, recycelbare Stoffe wurden hingegen in entsprechende Container sortiert und abtransportiert.

Somit steht den Freunden es Es Trenc Strandes bald wieder ein herrlicher Naturstrand zur Verfügung, der nicht durch unansehnliche Betonklötze verunstaltet wird.