Kategorie: Mallorca 20.12.2010 18:21

Agave - auch in Mallorca eine heimisch gewordene Pflanze


Aus Süd- und Mittelamerika kam sie damals nach Europa, auf Mallorca steht sie an Stellen mit ausreichend Platz hochherrschaftlich, erhaben und irgendwie „wehrhaft“: die Agave. Spanische Seeleute brachten sie im 16. Jahrhundert in den Mittelmeerraum. Genug Zeit hatte sie seitdem, sich zu vermehren und auf eine ordentliche Größe zu wachsen, die oft genug imposant ist.

Auf Mallorca wachsen die Agaven mit ihren langen grünen Schäften und hellen Rändern in so gut wie allen ebenen Regionen, aber auch am Fuße des reizvollen Tramuntana-Gebirges. Dass sie in vielen Gärten der Fincas auf dem Land längst zum landschaftlichen Bild gehören, ist bekannt. Gartenbesitzer haben nicht immer ihre Freude an der Pflanze, wenn sie an einem verkehrten Standort steht. In Sachen Wasser hat die Agave nämlich ein durchaus einnehmendes Wesen, denn sie gräbt ihre Wurzeln nicht in die Tiefe, sondern waagerecht in die Breite – und das in großem Ausmaß. Damit nimmt sie in der Nähe stehenden Pflanzen die Feuchtigkeit des Bodens weg.  Neue Triebe findet man aus diesem Grund oft Meter entfernt von der Mutterpflanze.

Agaven sind durchaus frosthart und haben auch keine Probleme mit langen Trockenperioden. Die Blüte sieht wie ein riesiger Spargel aus, der sich später verzweigt und dann an einen großen Kandelaber erinnert. Viele hundert Blüten, die wohlriechend sind, sorgen immer wieder für Begeisterung bei den Urlaubern, die eine Finca auf dem Land mieten. Denn, wie gesagt: Die Agave vermehrt sich fleißig und ist in fast allen Gärten der Insel irgendwo zu Gast.